Die Zitrone

Sie wollen mir einreden, ich sei nicht, für was ich mich halte.

Sie färben mich und stopfen mich voll mit ihren Sachen.

Passen mich an.

Ich bin ich.

Ich bin frisch und voller Sonne

Ich


Sie nehmen mich, lassen mich reifen, drücken mir ihren Stempel auf.

Von der Sonne geküsst

Sie nutzen meinen Saft, sie quetschen mir das Leben heraus.

Sie nehmen meinen Duft, um Geschirr zu spülen, um Hände zart zu machen.

Sie nehmen meinen Samen, um mehr zu ziehen.

Sie werfen meine Haut, meine Schale fort.

Es bleibt nichts übrig.


Und ich möchte mir die Haut abziehen und euch die Sonne zeigen.

Ich verfluche euch, ja euch.

Ihr sollt mich sehen, denn ihr kennt mich nicht.

Sagt nicht, dass ich unecht bin,

es gibt mich

ich bin ich

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das gedicht habe ich mal gelesen, es stand leider nicht dabei, wer es geschrieben hat (genau genommen habe ich es in einem buch für Aufklärung von kindern gelesen :D ) und jugendliche haben darin bisweilen ein gedicht oder ähnliches geschrieben.. der inhalt des buches war mir nicht neu, aber dieses gedicht fand ich faszinierend, deshalb hab ich es abgeschrieben

25.6.07 16:24

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